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Quantenphysik

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Die Erkenntnisse von Werner Heisenberg
Von solchen Überlegungen ausgehend führte Werner Heisenberg den Beweis, daß sich die gleichzeitige Messung sogenannter konjugierter Variablen, z.B. Ort und Impuls eines Elektrons, nur mit begrenzter Genauigkeit durchführen läßt. Je genauer man den Ort mißt, desto ungenauer wird die Messung des Impulses und umgekehrt. Bei einer vollständig genauer Festlegung der einen Variablen bleibt die andere also vollständig unbestimmt.

Heisenberg entdeckte dazu die Formel:


Δx...Unschärfe der Position
Δp...Unschärfe des Impulses (Masse x Geschwindigkeit)
h... Planksche Konstante (Wirkungsquantum)

Die folgende Grafik soll den Zusammenhang verdeutlichen:

Genauigkeit der Position Genauigkeit des Impulses


Genauigkeit des Impulses Genauigkeit der Position


Hier wurde die Position mit großer
Genauigkeit gemessen, das führt zu
einer Abnahme der Genauigkeit bei
der Messung des Impulses


Die naheliegende Vermutung, daß diese Unbestimmtheit aufgrund der Ungenauigkeiten der verwendeten Meßapparatur auftritt, ist jedoch falsch. Sie ist vielmehr eine grundlegende Konsequenz der quantenmechanischen Gleichungen und tritt somit bei jedem Quantenexperiment auf. Wie Heisenberg desweiteren erklärte, kann das Unbestimmtheitsprinzip niemals unterlaufen werden, sobald und solange die Quantenmechanik gilt.
Das Unbestimmtheitsprinzip (auch Unschärferelation) ist also ein Phänomen der Quantenwelt.


Gründe für das Auftreten der Unbestimmtheiten:
Jeder Meßvorgang erfordert entsprechende Hilfsmittel, die im Einklang mit den Naturgesetzen in zweckmäßiger Weise angeordnet sein müssen. So braucht man in der klassischen Physik Fernrohre und angeschlossene Registriergeräte, um die Bewegung der Planeten um die Sonne zu beobachten. Allein mit Meßgeräten läßt sich aber der Beobachtungsvorgang nicht durchführen. Man braucht dazu vor allem noch Licht, also Photonen, die als Träger der Information über den Ort des Planeten fungieren. Um nämlich über den Bahnverlauf des Planeten etwas zu erfahren, müssen die Meßgeräte die vom Planeten in die Richtung der Erde reflektierten Photonen registrieren. Dabei setzt man voraus, daß die Photonenprozesse keinen Einfluß auf die Planetenbahn haben, der Planet darf also keinen übermäßigen Rückstoß von reflektierten Photonen erhalten.
Innerhalb der klassisch-physikalisch beschreibbaren Phänomene zeigt sich nun, daß dies eine vernünftige Annahme ist. Die klassisch-physikalischen Vorgänge sind unbeeinflußt von den Photonenprozessen, durch die die Messung vermittelt ist, d. h. die Messung ändert den Zustand des Meßobjekts nicht.
Gehen wir zu den entsprechenden Vorgängen in der Quantenphysik über, so besteht die vordergründige Frage darin, ob die Photonen auch in diesem Fall dem Meßprozess als Träger der Information zugeordnet werden könnten, in der Annahme, dass sie die ablaufenden Prozesse nicht stören.
Um zu sehen, ob dieser Störeffekt vorliegt, betrachten wir ein Beispiel aus dem atomaren Bereich, nämlich die Wechselwirkung eines Protons mit einem Elektron. Im Bohrschen Atommodell dreht sich das Elektron, um das Proton herum. Dabei kann das Elektron nur bestimmte, Quantenzustände einnehmen. Im Grundzustand strahlt es nicht, gibt jedoch im angeregten Zustand spontan ein Photon ab, um zu einem energetisch niederen Zustand überzugehen. Man kann nun mit Hilfe eines Spektrometers die Wellenlänge der emittierten Photonen bestimmen und dadurch auf die Energiestufen der Elektronenzustände schließen.
  
Quantenmechanik, Tl.2
Siehe auch:
Quantenmechanik Teil 1: Band 1
Experimentalphysik 4: Kern-, Teilchen- und...
Experimentalphysik 3: Atome, Moleküle und...
Atomic Physics
Experimentalphysik 1: Mechanik und Wärme (...
Experimentalphysik 2: Elektrizität und Opt...
 
   
 
     
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